Vollmacht
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Ich habe mich riesig über folgende Kundenaussage gefreut:

Ich kann leider nicht am Meeting teilnehmen, aber ich gebe dir die Vollmacht für die Entscheidungen»

Worüber ich mich gefreut habe? Nun, nicht über die ‹volle Macht› und Entscheidungsbefugnisse, sondern über das Vertrauen, dass mir der Kunde mit so einer Aussage schenkt. Ich habe diesen Satz interpretiert als: «Ich vertraue dir, dass du die besten Entscheidungen zu meinen Gunsten triffst, so dass ich es nicht als nötig erachte, bei diesem Meeting mit dabei zu sein». Wohlgemerkt, beim Meeting war nicht die Information im Vordergrund, sondern es ging um die Frage: Scope/nicht Scope, also um bares Geld.

War das Verhältnis immer schon so? Nein. Diesem Erlebnis voraus, ging eine mehrere Monate dauernde Zusammenarbeit. Begonnen hat der Kampf um den Scope für mich und das Projektteam mit harten Fronten, wenig gesprächsbereite Parteien und dem Beharren auf dem eigenen Standpunkt. Nun schauen wir auf eine Projektabnahme und einen erfolgreichen Go-live zurück und erleben konsensbereite Parteien.

Und genau diese Entwicklung zeigt für mich die wahre ‹Macht›, die ein Projektleiter hat, nämlich nicht auf den Tisch zu hauen und zu befehlen, sondern im Hintergrund als Bindeglied zu fungieren, Struktur zu geben, Entscheidungen und Konsense zu bewirken und auf Menschen zuzugehen und sie zusammenzubringen. Und ich glaube das ist einer der Gründe, warum ich meinen Job als Projektleiter liebe.

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