Über mich


Wie ich durch andere Menschen zum IT Projektleiter wurde

Im Alter von 14 habe ich beim Berufsberater die Frage «Was magst du nicht?» mit «Lange am Computer sitzen» beantwortet. Heute mache ich genau das, ich arbeite ich als Senior IT Projektleiter bei der isolutions AG. Wie kam es dazu? Durch Menschen, die mir eine Chance gaben, Potential sahen oder einfach nur im richtigen Moment das richtige gesagt haben. Lest selber:

Nach der Sekundarschule habe ich eine kaufmännische Lehre begonnen. Als das Diskettenlaufwerk an meinem PC ausgefallen ist, bat ich den IT Verantwortlichen im Unternehmen mir zu helfen. Seine Antwort: «Da hast du einen Schraubenzieher, mach es selber». Wegweisende Worte, denn damit hat mein Interesse an Computer begonnen.

Bald war mein Zimmer vollgestopft mit Hardware, ich begann eigene Webseiten zu erstellen und bald kam der nächste richtungsweisende Hinweis, dieses Mal von einem Leiters aus der Jugendgruppe, der ich angehörte: «Mach doch ein Studium an der ZHW, da gibt es etwas für KV Absolventen wie dich». Und er drückte mir einen Prospekt in die Hand. So entschied ich mich, nach dem KV direkt ein Informatik-Studium anzuhängen.

Mit 21 schloss ich als Dipl. Ingenieur FH in Kommunikation und Informatik ab und trat meine erste Arbeitsstelle als Software-Entwickler an. Nach drei Jahren dann der nächste Fingerzeig. Da war dieser Arbeitskollege der meinte: «Bewirb doch bei [mir-unbekannte-Firma] einmal». Zögerlich folgte ich seinem Tipp und wurde für ein Interview eingeladen. Fazit des Geschäftsführers nach dem Gespräch: «Als Software-Entwickler sehen wir dich nicht, aber als Projektleiter könntest du bei uns beginnen?» Ich sagte ja und damit hat meine Laufbahn als Projektleiter begonnen.

Und nun bin gespannt, wann der nächste Mensch in mein Leben kommt und die Richtung ändert.

Wie ich Menschen präge und mich prägen lasse

In meinem Leben hat meine Familie, meine Frau und unsere drei Kinder einen hohen Stellenwert. Die täglichen Herausforderungen bringen mich regelmässig an meine Grenzen aber ermöglichen mir gleichzeitig, zu reifen und zu lernen. Die Möglichkeit, als Vater den Lebensweg von drei Kindern prägen zu können und ihr Leben ein kleines Stück begleiten zu dürfen ist einmalig und verdient es, den Arbeitsalltag im Geschäft vor dem Abendessen abzuschliessen.

Manchmal fällt es mir schwer, mental abzuschalten. Dann hilft mir körperliche Aktivität den Ausgleich zu finden: Gartenarbeit oder Freeletics. Beides findet draussen, in und mit der Natur statt, was mich jedesmal entspannt, entschleunigt und wortwörtlich ‹erdet›.

Neben der Arbeit engagiere ich mich freiwillig in der Kirche GvC in der Kinderarbeit. Demütig muss ich zugeben, dass ich als Erwachsener oft mehr von Kindern lernen kann als sie von mir. Speziell beeindruckt mich ihre Begeisterungsfähigkeit, Einfachheit und Ehrlichkeit.

Eine weitere Faszination von mir sind Bauten oder Orte, die Geschichte erzählen. Ein Lost Place, ein altes Bauernhaus, ein Bunker am Rhein. Solche Orte wecken in mir Emotionen und verzaubern mich. Wohl mit ein Grund, weshalb ich seit kurzem in der Ortskommission im Dorf mithelfe, um diese Geschichten früherer Generationen zu bewahren, zum Nutzen der Menschen von heute.

Wie ich Mensch bin

Der Schlüssel zum Herzen der Menschen wird nie unsere Klugheit, sondern immer unsere Liebe sein.

Hermann Bezzel

Je älter ich werde, desto besser lerne ich mich selber kennen. Durch Erfahrungen und Feedback im Alltag, durch Assesmments, Ausbildungen, Persönlichkeitstests. Es gab dabei viele augenöffnende, ja erschreckende Momente. Mich mit meinen Stärken aber gerade auch Schwächen auseinanderzusetzen empfinde ich persönlich als hart und schmerzhaft. Aber es sind meiner Meinung nach genau die Schwächen und Stärken, die einen Menschen ausmachen, kombiniert mit der Haltung wie man damit umgeht.

Stärken extrem ausgelebt, werden schnell zu Schwächen. Beispiele von mir gefällig? Da ist meine Fähigkeit, mich in andere Menschen hineinzufühlen und in einer Situation ausgleichend zu wirken, die Harmonie und das Zusammenleben zu fördern. Lasse ich mich aber zu stark davon leiten, führt das dazu, dass ich Konflikte vermeide, meine eigene Meinung unterordne und zuwenig meinen Standpunkt vertrete.

Oder da ist mein inneres Streben nach Struktur, Organisation und Ordnung. Ich mag planbare und vorhersehbare Abläufe. Im Gegenzug kann dies extrem ausgelebt dazu führen, dass ich wenig Flexibilität an den Tag lege und wenig spontan oder gar abwehrend auf neue und ungewohnte Situationen reagiere.

Das einzige was aus meiner Sicht keine solche Kehrseite hat, ist die Liebe. Und daran möchte ich mich in meinem privaten wie auch in meinem Geschäftsleben orientieren. Ich möchte anderen Menschen authentisch, wertschätzend, respektvoll, dienend und offen gegenüberzutreten.

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